Die Grigna Settentrionale — von den Einheimischen Grignone genannt — ist der höchste und imposanteste Gipfel der Lombardischen Voralpen über dem Comer See. Mit ihren 2.409 Metern dominiert sie die Landschaft von der Alpe Cainallo bis zum Pizzo d'Erna, sichtbar vom gesamten See und einem Großteil der Poebene. Dies ist kein Touristengipfel: Es ist echtes Voralpen-Bergsteigen, mit Kalksteinwänden, Geröllrinnen und exponierten Graten.
Der bequemste Ausgangspunkt ist Esino Lario (914m ü.M.), 30 Minuten mit dem Bus von Varenna entfernt. Von hier führt der Wanderweg CAI 25 zur Rifugio Bietti (1470m) und dann in weiteren 2h30' zum Gipfel. Die Route ist als EE (Erfahrene Bergwanderer) eingestuft — nicht für Personen ohne Bergerfahrung oder gute körperliche Fitness geeignet.
Interaktive Karte und GPX-Track folgen bald.
CAI-Wegüberlagerung auf Leaflet/OpenStreetMap.
Normalweg ab Esino Lario
Berghütten in der Höhe
Die Grigna-Höhlen
Das Grigna-Massiv ist nicht nur Oberfläche: Unter Ihren Füßen verbirgt sich eines der ausgedehntesten und komplexesten Karstgebiete der Lombardischen Voralpen. Die kartierten Höhlen zählen etwa 1.100, mit einer Gesamtentwicklung von über 82 km erkundeten Gängen und Schächten — einige der tiefsten Höhlen Europas öffnen sich in diesen Kalksteinfelsen.
Der Triaskalk (Esino-Kalkstein, 240 Millionen Jahre alt) ist das dominierende Gestein: wasserdurchlässig, hat er sich im Laufe der Jahrhunderte aufgelöst und unterirdische Labyrinthe, Vertikalabgründe und mit Stalaktiten und Stalagmiten geschmückte Säle gebildet. Zu den bekanntesten Höhlen gehören der Bus de la Volp und der Abisso Grigna, die von Höhlenforschern aus ganz Norditalien besucht werden.
Die Höhlengruppe Esino Lario (CAI) erforscht und kartiert diese verborgene Welt seit den 1970er Jahren. Die Höhlen können nicht eigenständig besucht werden ohne Speläologieausrüstung und Führer — aber ihre Geschichte wird im Museo delle Grigne erzählt, das Mineralien, Gesteinsproben und Rekonstruktionen der Karstsysteme bewahrt.